9.4.07

Roadtrip - Tag 1

FREITAG - AGRITURISMO & ALGHERO

freitag morgen haben wir uns mit rucksäcken, wasserflaschen und plastiktüten bepackt und sind so zur iperpan-tiefgarage gepilgert, um unser auto abzuholen. erste beobachtung des tages: wir sehen aus wie echte touristen, die es zur zeit haufenweise gibt! erzeugt leichte autoekelgefühle, weil touristen doof sind und wir ja irgendwie anders hier, uns also abzugrenzen wünschen.
zweite beobachtung des tages: das auto ist in wahrheit ein raumschiff, getarnt als opel zafira. ein traum zu fahren, 6 gänge und erst 20000 runter. die abgespacte handbremse verrät aber dass es eh kein auto ist! ich musste nochmal aussteigen und den autovermietungsmann bitten mir das zu erklären; aber dann sind wir gestartet: joanne aka miss joy, claire, simon aka pastore, shadi, laure und ich.




erstmal straight zu unserem agriturismo in der nähe von alghero, im nordwesten von sardinien.



angekommen, zimmer geentert, schweinefreundschaft geschlossen und dann gleich wieder losgestartet.




zum capo caccia, der spitze einer felszunge. das wetter war am freitag nicht so toll iund pünktlich jetzt fing es ordentlich an zu regnen. wir sind also nur 5 minuten geblieben und dann an der küste nach alghero gefahren, um uns da die stadt anzugucken; eine mittelalterlich-spanische altstadt mit engen winkligen gassen. wir sind ein bisschen durch den regen gestreunt, haben kaffee getrunken und sind dann recht schnell wieder zurück, um uns noch eine stunde vor dem großen fressen auszuruhen, das wir dann für abends erwartet haben.


der agriturismo war leider nicht so richtig das, was wir uns erwartet haben. agriturismo heist quasi urlaub auf dem bauernhof. nicht unbedingt so wie wir das kennen, mit einem stall voller kühe und scheunen voll stroh; eher auf gemüseproduktion und käse und ein paar tiere ausgelegt. dort kann man dann übernachtung und essen buchen und sich mit hausgemachtem typischen essen aus selber produzierten lebensmitteln verköstigen lassen. das essen war auch gut, die bewirtung aber irgendwie so als befänden wir uns auf feindesland. eine bulldoggenähnliche sardische mamma hat uns bewirtet und schon als wir zum ersten mal nach mehr wein gefragt haben kam es uns so vor als sei das eine unglaubliche dreistigkeit von uns gewesen. später wagten wir es nach mirtho zu fragen (haben wir dann auch bekommen), am ende wollten die uns so offensichtlich loswerden dass es fast schon frech war. sie kam einfach und hat unsere gläser abgeräumt. ich hab grade aus meinem getrunken, da hat sie so lange neben mir gestanden bis ich es ihr dann (nicht leer) gegeben habe.

so waren wir einigermaßen enttäuscht, auch wenn das essen gut war - es gab übrigens als zweiten gang mal wieder porcheddu, das sardische spanferkel. wir haben vorher draussen schon freundschaft mit 3 kleinen ferkelchen gemacht, und dieses war ein geschwister; so ein urlaub auf dem bauerhof bringt einem doch auch ein bisschen näher was man da eigentlich so isst!

nach ein paar gruseligen fragen ("was würdest du denn machen wenn du in der nacht aufwachst und alle im zimmer sind tot!?" - "weiss ich nicht. -- was würdest du machen wenn du aufwachst und jemand hat deine füße abgesägt und neben das bett gestellt?") schliefen wir dann brav und waren gespannt aufs frühstück und aufs wetter am nächsten tag.

1 Comments:

Blogger beton machine said...

"che porco sei tu!"

7:05 PM  

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