22.6.07

eine zugfahrt, die ist lustig....

gestern sind wir aufgebrochen, unsere touristischen gelüste zu befriedigen, indem wir die wilde barbagia mit der schmalspurbahn "trenino verde" bezwingen.

der fährt morgens ganz früh in arbatax los, etwa in der mitte sardiniens an der ostküste. also haben wir gestern nachmittag einen pullmann beklettert und sind dorthin geschaukelt.
arbatax hat einen hafen, und übernachtet haben wir an einem kleinen strand direkt neben dem hafen - mit bier, chips, obst, panini, keksenkeksenkeksen und inklusive spektakulärer nächtlicher illumination.


alles in allem wars ein ganz cooler platz für ein industriegebiet. aber ich habe auch mein bestes getan und vorher die schlafmöglichkeiten bei google earth ausgekundschaftet. ;-)


heute morgen um halb sieben haben wir uns dann aus dem schlafsack geschält, schnell zähne geputzt, an der zufällig vorhandenen und so früh seltsamerweise schon geöffneteten strandbar einen cappucino gezogen und sind hophop zum bahnhofsgebäude marschiert.

hier das foto der kompetenten reiseleitung, was jürg nach gut geschätzten 1-2 wochen bereitgestellt hat ;-)



und dann gings los - von arbatax nach mandas, im zickzack durch die berge!


diese schmalspurbahn war früher ein "echtes" verkehrsmittel auf sardinien, konnte aber irgendwann nicht mehr mit den überlandbussen mithalten und wurde eingestellt - jetzt fahren sie nur noch im sommer als touristenzüge.

und das war heute echt so toll, unglaublich. für die 160 kilometer braucht man 5 stunden - spitzengeschwindigkeit auf der strecke: unglaubliche 35 km/h!
dabei geht es durch echt wunderschöne landschaft, wildnis, größtenteils sieht man keine häuser, keine straßen, kein garnichts mehr. wir hingen echt fast die ganze zeit aus den fenster raus, haben uns nur vor tunnels, schluchten und laubpeitschen zurückgezogen, haben ziegen und kühe auf der strecke gesichtet und ich natürlich auch alles andere was es so gibt, korkeichen, steineichen, feigen (lischen ich hab die feigenzeit noch mitgekriegt!!!), brombeerbüsche, vieleviele blühende mirtos, opuntien, erdbeerbaumplantagen.
ständig ging es über coole brücken oder durch tunnels oder durch schluchten die so eng waren dass man ohne probleme mit der hand an die felswände hätte fassen können. der lokführer hängte vorne immer lässig den arm raus und hupte an den kleinen bahnübergängen (lokführer im trenino verde, auch ein traumberuf).
an den größeren straßen kam ein extra bahnübergangsbeauftragter, der mit einer kette die schienen abgesperrt hat, bis wir vorbeigefahren waren. (kommt ja auch nur im sommer und dann nur zwei mal am tag ein zug vorbei.....)

ach und die landschaft ist so schön. so grün, während unten in den "ebenen" und in der marmilla (dort gibt es ganz viele brustförmige hügel!) schon ausgedörrte steppe und stoppelfelder sind. und kleine flüsschen und abhänge und aussicht und, hach!






der haufen: jürg, max, michi, susi, pia, simon



und so sah es bei uns im abteil aus.
zuerst hatten wir noch mitfahrer, ein deutsches pärchen mit ihrem kind, aber die sind irgendwann ausgestiegen und so hatten wir ein ganzes abteil für uns.


irgendwann haben wir eine tüte essen vermisst und festgestellt, dass max die heute morgen einfach weggeschmissen hat, inklusive tupperdose. das schaf folgt halt der herde (ina und susi) und benimmt sich genauso (schmeisst eine tüte in die tonne). määääääh ;-)
macht nix, hatten auch so genug futter.




in mandas angekommen, entschieden wir uns für 3 stunden statt 12 minuten aufenthalt, bevor es nach cagliari weiterging.
da war es dann ein uhr mittags, das bedeutet dass man etwa 3 einwohner sichtet und sonst wenig zeichen von intelligentem leben. die straßen sind so leer, nicht mal die charakteristischen grüppchen alter hutzliger männer auf irgendeiner bank unter irgendeinem baum gabs zu sehen.
so störte uns jedenfalls niemand dabei, hier im schatten ein bisschen zu entspannen.




in einer bar guckten wir dann noch italienische soaps (io non posso sposarti!) sowie tausend jahre alte folgen beverly hills 90210, bevor es dann endgültig nach cagliari zurückging.



ach war das schön.




2 Comments:

Anonymous Anonym said...

Zu meiner Verteidigung:
das mit der Tüte war total schwer, weil die alle wie Abfalltüten aussahen. Ich bin dann einfach allen Menschen die Plastiktüten hatten (Susi und Ina) hinterhergelaufen und habe das Gleiche gemacht wie sie (Tüte in Container geschmissen).Rechtlich bin ich mit dem § 20 StGB fein raus.

Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen:
Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewußtseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.

Als tiefgreifende Bewußtseinsstörung gelten Erscheinungen,.. wie etwa Erschöpfung, Ermüdung, Schlaftrunkenheit

7:21 PM  
Blogger Ina said...

das ermüdung und schlaftrunkenheit als tiefgreifende bewusstseinsstörung gelten, das hast du dir ausgedacht, du fuchs!

sonst wär ich ja schon längst wegen anhaltender krankhafter seelischer störung eingewiesen worden.

10:20 AM  

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