zwei steinfelsen und ein berg essen
wieder ein wochenende rum, wieder weit rumgekommen!
wir haben uns wieder für zwei tage ein auto gemietet und haben diesmal tagestouren gemacht, also mit abends nach hause zurückkommen.
am ersten tag wollten wir eigentlich auf die kleine insel san pietro im südwesten von sardinien fahren. nachdem wir dann aber zwei mal die fähre um 5 minuten verpasst haben ( in der wartezeit waren wir eine steilküste runtergegangen und sind nicht schnell genug wieder hochgekommen...), haben wir umdisponiert und sind an die bucht von buggerù gefahren, etwas weiter nördlich, südlich von der costa verde, an der wir ja schonmal waren.

dort sind wir erst an einem sandstrand ausgestiegen und haben ein bisschen muscheln gesucht. nach ein paar minuten hatten wir dafür begleitung in form von gigi leone, ein offensichtlich sehr gelangweilter älterer mann, der sich die aufgabe auferlegt hatte uns die größten muscheln suchen zu helfen und mit uns am strand langspaziert ist. das war erst wirklich ganz nett, irgendwann wurde es aber (mal wieder) zu nett, er fing nämlich an uns einzuladen, dass wir bei ihm zuhause korallenstücke abholen, die er mal am strand gefunden hat. die wollte er uns zum trost schenken dass wir jetzt keine finden.
wir sind dann weitergefahren zu einem kap in der nähe und haben erstmal mittagspause gemacht - in der zeit hat gigi die korallen zuhause geholt und ist uns hinterhergekommen, um sie uns wie versprochen zu überreichen. dann hat er uns aber in ruhe gelassen unter der bedingung, dass ich, wenn ich wieder mal komme (was er etwa 15 mal gefragt hat) nach ihm frage, denn ihn kennt in der gegend eh jeder.
jetzt konnten wir in ruhe das kap pecora beklettern: einen dicken rundlich geformten granitfelsen, auf dem man toll rumsteigen konnte. drumrum im wasser klebten ganz viele seeigel.

wir sind auf dem felsen dann eine ganze zeit bis zum sonnenuntergang geblieben - die steine waren schön angewärmt. 2. dezember!

danach haben wir noch einen kleinen abstecher nach iglesias gemacht, auch schon bekannt, und sind dann nach hause.
am nächsten tag dann aber isola di san pietro. die erste fähre haben wir wieder genauso knapp verpasst wie am tag davor, aber es fuhr dann eine halbe stunde später die nächste. die überfahrt dauert eine halbe stunde. dort haben wir dann erstmal das fischerdörfchen carloforte beguckt und uns gewundert, dass es tatsächlich genauso war wie im reiseführer beschrieben - überall fließt waschwasser auf den straßen und es riecht nach frischer wäsche. sehr sauber und ordentlich.
von dort ging es zu den aus dem meer ragenden steinsäulen „le colonne“ an der steilküste der insel. die insel ist zwar flach und an der höchsten stelle nicht höher als 220 meter, aber es gibt wenig badebuchten oder strände - fast überall steilküste. viele bauernhäuschen stehen verstreut in der gegend herum und es gibt mit steinmäuerchen abgetrennte felder und kuhweiden. auf dem weg über die insel zur anderen seite sind wir durch einen pinienwald gekommen, und dahinter lag wieder eine völlig andere landschaft. am ende kamen wir in die kleine bucht cala fico, und hier war eine unglaubliche ende-der-welt-stimmung.

die steinfelsen um die bucht waren kaum bewachsen, die bucht sehr windstill und ruhig, das einzige was man hörte war das gekreisch von lauter möwen, die hier wohnen. dann sind wir einen der steinfelsen hochgestiegen, grünen punkten nach, und der felsen war wirklich irre. keine ahnung was das für ein gestein war, irgendwie vulkanisch, und der felsen war ganz unterschiedlich und bizarr geformt. man musste ein bisschen vorsichtiger klettern als gestern auf dem granitblock, weil es viel geröll und spitze kanten gab. je weiter hoch wir kamen umso seltsamer wurden die formen und auch die farben änderten sich - erst war es eher schwarzes gestein, dann aber auch orangebraun, hellgrau und beinah rosa.

schließlich setzten wir wieder über und fuhren nach hause - zu einem sehr besonderen essen!
das restaurant war ein tipp von joanne, und war genau das richtige an dem tag, mit ganz viel hunger. da funktioniert das nämlich so:
man kommt hin und wird höchstens gefragt, ob man stilles wasser oder frizzante will. dann setzt man sich und das menü geht los.
zuerst gibt es vorspeisen, die üblichen verdächtigen: gebratene zucchini und auberginen, artischocken, karotten, pilze, tomaten und anderes gemüse; verschiedene sorten wurst, schinken, käse und brot, auch das sardische fladenbrot.
dazu gibt es die ganze zeit wein, der auch immer wieder nachgefüllt wird.
danach der zweite gang: sardische nudeln. einmal große ravioli mit ricotta gefüllt, außerdem ganz kleine runde nudeln, die wie erbsen aussehen.
schon jetzt könnte man durchaus genug haben!
weiter gehts mit dem zweiten gang, verschiedene sorten fleisch. (erster gang sind immer nudeln oder reis, also kohlenhydrate - der zweite gang fleisch oder fisch, also eiweiße.) beilagen sind in italien nicht so üblich wie bei uns, es gab also keine kartoffeln oder soße oder so, sondern frisches gemüse, rohkost sozusagen: tomaten, radieschen, sellerie.
danach folgen obst, sardische süßigkeiten als dessert, der sardische likör limoncello und natürlich ein espresso, und dann ist man so vollgegessen, das wirklich nichts mehr geht.
eine wie ich finde sehr gute gelegenheit, italienisches bzw. sardisches essen kennenzulernen - ich schaetze meine besucher werden da alle mal hinmuessen.
wir haben uns wieder für zwei tage ein auto gemietet und haben diesmal tagestouren gemacht, also mit abends nach hause zurückkommen.
am ersten tag wollten wir eigentlich auf die kleine insel san pietro im südwesten von sardinien fahren. nachdem wir dann aber zwei mal die fähre um 5 minuten verpasst haben ( in der wartezeit waren wir eine steilküste runtergegangen und sind nicht schnell genug wieder hochgekommen...), haben wir umdisponiert und sind an die bucht von buggerù gefahren, etwas weiter nördlich, südlich von der costa verde, an der wir ja schonmal waren.

dort sind wir erst an einem sandstrand ausgestiegen und haben ein bisschen muscheln gesucht. nach ein paar minuten hatten wir dafür begleitung in form von gigi leone, ein offensichtlich sehr gelangweilter älterer mann, der sich die aufgabe auferlegt hatte uns die größten muscheln suchen zu helfen und mit uns am strand langspaziert ist. das war erst wirklich ganz nett, irgendwann wurde es aber (mal wieder) zu nett, er fing nämlich an uns einzuladen, dass wir bei ihm zuhause korallenstücke abholen, die er mal am strand gefunden hat. die wollte er uns zum trost schenken dass wir jetzt keine finden.
wir sind dann weitergefahren zu einem kap in der nähe und haben erstmal mittagspause gemacht - in der zeit hat gigi die korallen zuhause geholt und ist uns hinterhergekommen, um sie uns wie versprochen zu überreichen. dann hat er uns aber in ruhe gelassen unter der bedingung, dass ich, wenn ich wieder mal komme (was er etwa 15 mal gefragt hat) nach ihm frage, denn ihn kennt in der gegend eh jeder.
jetzt konnten wir in ruhe das kap pecora beklettern: einen dicken rundlich geformten granitfelsen, auf dem man toll rumsteigen konnte. drumrum im wasser klebten ganz viele seeigel.

wir sind auf dem felsen dann eine ganze zeit bis zum sonnenuntergang geblieben - die steine waren schön angewärmt. 2. dezember!

danach haben wir noch einen kleinen abstecher nach iglesias gemacht, auch schon bekannt, und sind dann nach hause.
am nächsten tag dann aber isola di san pietro. die erste fähre haben wir wieder genauso knapp verpasst wie am tag davor, aber es fuhr dann eine halbe stunde später die nächste. die überfahrt dauert eine halbe stunde. dort haben wir dann erstmal das fischerdörfchen carloforte beguckt und uns gewundert, dass es tatsächlich genauso war wie im reiseführer beschrieben - überall fließt waschwasser auf den straßen und es riecht nach frischer wäsche. sehr sauber und ordentlich.
von dort ging es zu den aus dem meer ragenden steinsäulen „le colonne“ an der steilküste der insel. die insel ist zwar flach und an der höchsten stelle nicht höher als 220 meter, aber es gibt wenig badebuchten oder strände - fast überall steilküste. viele bauernhäuschen stehen verstreut in der gegend herum und es gibt mit steinmäuerchen abgetrennte felder und kuhweiden. auf dem weg über die insel zur anderen seite sind wir durch einen pinienwald gekommen, und dahinter lag wieder eine völlig andere landschaft. am ende kamen wir in die kleine bucht cala fico, und hier war eine unglaubliche ende-der-welt-stimmung.

die steinfelsen um die bucht waren kaum bewachsen, die bucht sehr windstill und ruhig, das einzige was man hörte war das gekreisch von lauter möwen, die hier wohnen. dann sind wir einen der steinfelsen hochgestiegen, grünen punkten nach, und der felsen war wirklich irre. keine ahnung was das für ein gestein war, irgendwie vulkanisch, und der felsen war ganz unterschiedlich und bizarr geformt. man musste ein bisschen vorsichtiger klettern als gestern auf dem granitblock, weil es viel geröll und spitze kanten gab. je weiter hoch wir kamen umso seltsamer wurden die formen und auch die farben änderten sich - erst war es eher schwarzes gestein, dann aber auch orangebraun, hellgrau und beinah rosa.

schließlich setzten wir wieder über und fuhren nach hause - zu einem sehr besonderen essen!
das restaurant war ein tipp von joanne, und war genau das richtige an dem tag, mit ganz viel hunger. da funktioniert das nämlich so:
man kommt hin und wird höchstens gefragt, ob man stilles wasser oder frizzante will. dann setzt man sich und das menü geht los.
zuerst gibt es vorspeisen, die üblichen verdächtigen: gebratene zucchini und auberginen, artischocken, karotten, pilze, tomaten und anderes gemüse; verschiedene sorten wurst, schinken, käse und brot, auch das sardische fladenbrot.
dazu gibt es die ganze zeit wein, der auch immer wieder nachgefüllt wird.
danach der zweite gang: sardische nudeln. einmal große ravioli mit ricotta gefüllt, außerdem ganz kleine runde nudeln, die wie erbsen aussehen.
schon jetzt könnte man durchaus genug haben!
weiter gehts mit dem zweiten gang, verschiedene sorten fleisch. (erster gang sind immer nudeln oder reis, also kohlenhydrate - der zweite gang fleisch oder fisch, also eiweiße.) beilagen sind in italien nicht so üblich wie bei uns, es gab also keine kartoffeln oder soße oder so, sondern frisches gemüse, rohkost sozusagen: tomaten, radieschen, sellerie.
danach folgen obst, sardische süßigkeiten als dessert, der sardische likör limoncello und natürlich ein espresso, und dann ist man so vollgegessen, das wirklich nichts mehr geht.
eine wie ich finde sehr gute gelegenheit, italienisches bzw. sardisches essen kennenzulernen - ich schaetze meine besucher werden da alle mal hinmuessen.

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