29.4.07

übrigens: ich bin verliebt

heiraten und für immer hierbleiben wird immer ernsthafter in betracht gezogen.

obwohl ich ja nie wirklich krasser italien- oder gar sardinienfan war: die insel ist mir in den letzten monaten so sehr ans herz gewachsen. das hätte ich nicht erwartet. ich find es hier so schön und fühl mich so wohl! wenn ich dran denke, dass ich "nur noch" zwei monate hier übrig habe, werd ich schon ganz traurig und will gar nicht weg.
klar, mir fehlen meine freunde und meine familie, meine pferdchen, leipzig, echtes brot und deutsche straßenbeschilderung... aber heimweh hab ich keins, und mittlerweile kann ich mir vorstellen, das ich auch gut immer hier leben könnte.

ich liebe vor allem das inland und die berge. klar, die strände sind auch schön, alles toll und so, aber wirklich begeistert bin ich immer in den bergen.

das musste mal gesagt werden.


heiratskandidat muss allerdings erst gefunden werden.

fliegender besucherwechsel

wieder zelten!
freitag abend gegen sechs haben wir verena und christian abgeholt, sind schnell nach hause, haben gepäck sortiert und dann gings im vollgepackten auto nochmal ganz weit hoch in den norden.
zwischendurch noch nudelsalatabendessen an der straße und um viertel nach zehn sind wir endlich am campingplatz aufgeschlagen. wir durften noch rein.


am samstag hatten wir also den ganzen tag zeit und haben uns als erstes mal wieder ein paar stunden an den strand gepackt - mit tollem strandfrühstück und tollem hintergrund, und mittags kam dann auch die sonne wieder ganz raus. ein grund mehr für freudensprünge!





nach ein paar stunden strand und sonnembrand haben wir uns dann am nachmittag nach posada aufgemacht, eine kleine stadt mit kleinem castello auf einem hügel etwas südlich.


da sind wir dann auch auf dem turm draufgekrabbelt - mutprobe für verena, die höhenangst hat und da oben nur nach gutem zureden fürs gruppenfoto an den rand gerobbt kam. dabei konnte man von da oben so gut sehen!
war auch nicht die einzige mutprobe des wochenendes für sie.


danach haben wir den lago di posada gesucht und auch eigentlich gefunden - nur keinen zugang dazu. aber der sah so schön aus! und überhaupt alles, so schön!


danach war es abend und zeit nahrung zu uns zu nehmen, also haben wir uns pizza da portare via machen lassen (das erste mal das ich hier pizza hawai gesehen hab! gabs aber nur auf der speisekarte, in echt dann doch nicht) und sind damit noch an einen strand gefahren, um schön im dämmerlicht zu speisen.


die anderen haben alle gefroren, ich mal wieder nicht, und überhaupt, der sand war so schön weich und das wasser so warm und niemand mehr am strand außer uns und so sind christian und ich nach der pizza nochmal schnell (fast) ohne alles ins wasser gesprungen. nachts nacktbadesaison eröffnet, juhuuu!




heute morgen hab ich frank und lisa dann in olbia zum flughafen gebracht, das war ganz in der nähe. schon wieder eine woche so schnell rumgegangen!
und dann sind christian, verena und ich auch vom campingplatz aufgebrochen und nach cala gonone gefahren, was noch weiter im süden an der küste ist. steilküste mit kleinen verborgenen buchten, in die man nur hinwandern oder mit dem boot erreichen kann. zweiter pulstest für verena: der tank näherte sich dem roten bereich!!

hier haben wir dann einen kleinen spaziergang zur grotta del bue marino, der mönchrobbenhöhle, gemacht. wir waren irgendwie ziemlich kaputt und es wundert mich ehrlich gesagt, dass wir überhaupt losgegangen sind. haben es ja aber glorreich geschafft und es war wirklich schön.


die höhle kann man, wenn man vom land kommt nicht angucken, aber am ende muss man dafür über eine treppe mit gitterboden balancieren, auf der man so richtig schön die alten verrosteten träger und tiefer unten das wasser an die felswand klatschen sieht. tapfere verena! :)




nach dem abenteuerspaziergang haben wir noch die größte quelle sardiniens besucht. es kostet 1,50 dieses bild zu bewundern:


was aussieht wie ein kleiner tümpel ist in echt eine quelle, aus der 300 liter pro sekunde strömen. irgendwie hab ich mir eine quelle... rauschender vorgestellt, aber naja. war trotzdem wirklich schön, auch die landschaft drumrum, alles so grün!

danach haben wir dann endgültig den heimweg eingeschlagen, und voilà.

27.4.07

wanderalarm

wandern auf dem monte sant elias am mittwoch: susi, joanne, ich, lisa, frank




spazierwandern am donnerstag in chia. ratet was ich gemacht habe.


ausserdem haben wir lustige sonnenbrände davongetragen, weil wir uns sehr unprofessionell eingecremt haben und ab und zu ein paar quadratmeter vergessen haben. aber ich bin langsam so braunnnnnnnnn mjam!
und gestern war es so schön, knalldoll sonne, fast niemand am strand und das wasser soooo warm!


wandern im wald.
heute haben lisa und frank und ich nochmal ein auto abgeholt und sind vormittags zum monte sette fratelli gefahren, wieder mal im wald spazieren.
dann wollten wir eigentlich verena und christian vom flughafen abholen, aber die haben ein paar stunden verspätung.
also haben wir nochmal schnell ein mohnfeld geentert!




und jetzt sind wir ein bisschen tot und warten auf die beiden und fahren hoffentlich heute abend zu fünft noch 200 kilometer auto, um übers wochenende wieder zu zelten. mal sehen wie alles klappt. hoffentlich ist morgen das wetter schön und wir können den ganzen tag am strand schlafen.

24.4.07

endlich: zelten!!

am wochenende haben wir zum ersten mal campingurlaub gemacht, wie schön!

simon und ich sind samstag morgen losgefahren, haben in olbia lisa und frank und ihr gepäck ins auto geladen und dann sind wir zu viert noch weiter nach norden gefahren, nach palau.
karte kann ich grade nicht basteln, weil mein bastelprogramm nicht will, aber reiche ich vielleicht nach.

auf dem campingplatz waren wir noch einige der ersten und hatten völlig freie platzwahl - also haben wir uns mal auf einem plateauartigen vorsprung direkt am meer mit eigener badebucht platziert!
die blauen zelte sind unsere, sonst war da keins.


dann haben wir den rest des nachmittags brav bei schwimmen, im sand liegen, handstand üben und auf im wasser vorgelagerte felsen klettern verbracht, ganz so wie es sich für einen sommerurlaubsstrandtag gehört.


zwei entzückende badegrazien


mein neuer bikini (piaaaaaaa dankeeeeeeeee) hat den flexibilitätstest bestanden. ich auch.



wenn man genau hinguckt erkennt man simon und mich


abends haben wir in palau einen überteuerten supermarkt gefunden und auf unserem plateau ein lecker abendessen mit brot, feuchtkäse, richtigem käse, schinken, oliven, paprika, tomaten, gurken, obst und drei flaschen wein serviert. der wein hat komischerweise nicht richtig angeschlagen, aber es war trotzdem toll. direkt neben uns sind ständig irgendwelche möwen im sturzflug ins wasser gefallen, um fische zu jagen - war besser als fernsehen!


nach einer für allen relativ schlechten nacht (doch bisschen kalt, boden bisschen hart, in unserem zelt hats von der plane getropft...), in der auch noch unser toller käse von einem käseklauervogel zerhackt wurde, sind wir dann am sonntag zum capo testa gefahren.

das ist ein kap voller granitfelsen und mit strahlend blauem wasser drumrum, von dem aus korsika schon in sichtweite ist - mein handy hat sich zwischendurch in ein französisches netz eingewählt!



hier sind wir dann ein bisschen in den granitfelsspalten und bergen und riesenfelsen rumgeklettert.
zwischendurch habe ich einen echten exhibitionisten gesichtet, der es nicht für nötig hielt seine erektion zurück in die badehose zu stecken.


gruppenbild!!!







später haben wir dann noch einen spaziergang zum valle di luna gemacht - ein echtes hippietal, in dem bis vor 20 jahren bei vollmond irgendwelche orgien gefeiert wurden und die hippies in höhlen gehaust haben.
ein paar althippies waren immernoch da, deutsche, und wollten 2 euro eintrittsgeld von uns. wir haben sie mit nichtachtung bestraft. dann haben wir aber eine echte hippiehöhle gesichtet und konnten uns nicht entscheiden, ob die seit 10 jahren oder seit 5 tagen nicht mehr bewohnt ist. beides könnte sein.

und dann haben wir ein paar stunden an diesem strand bzw strändchen gelegen und die jungs durften sich von dem anstrengenden marsch vorher erholen. die hatten nicht damit gerechnet dass sie laufen müssen, aber wer zu mir kommt bucht schließlich aktivurlaub!!

simon hat seine kontaktlinse verloren und lisa hat sich auf dem rückweg leicht den knöchel verknackst. ansonsten gabs keine verluste.


am abend sind wir dann noch zum berühmten bärenfelsen gefahren, um das tourismusprogramm abzuhaken. diese kleinen miniinseln im meer auf dem foto sind die granitfelsen an unserem campingplatz!
der bär ist aber ein bisschen lächerlich. erstens sieht er aus wie ein schaf und zweitens musste ich schon wieder gesetze brechen und über die absperrung klettern, um diese perspektive zu sehen.
aber immerhin soll odysseus schiff hier von einem stamm menschenfressern zerstört worden sein und schiffsreisende händler haben sich immer an diesem felsen orientiert. jetzt wisst ihrs.

das abendessen war wieder exorbitant gut: pizza und bier und dann kostenlose fettkringel abgreifen und damit am hafen in palau auf dem boden sitzen. danach gabs noch ein paar fettkringel, bis sie uns zu den ohren rausgekommen sind. wir wissen nicht wieso sie verteilt wurden, aber sie heissen frittine oder so und sind so eine art berliner in wurstform, frisch für uns aus dem fett geholt. danach waren wir leicht fressnarkotisiert - "man isst ja nicht jeden tag 'ne flasche öl!"



am montag war abfahrt vom campingplatz und aufbruch in die barbagia, mal wieder eine kleine wanderung. das hatte ich schlau eingefädelt, da wollte ich schon immer mal hinwandern, hähä! nämlich zur gola su gorropu, einer schlucht mit ganz steilen felswänden und auf dem weg dahin einem echten bergfluss mit echten badegumpen.


motivierte wanderer 15 minuten nach aufbruch - weil es ein bisschen länger gedauert hat hinzufahren und dann den richtigen weg zu finden sind wir in der heißesten mittagssonne los.


fluss unterwegs. musste immer gegen die sonne fotografieren, fotos sind deshalb nicht so gut. aber das war so schööön


die armen jungs waren sehr tapfer und haben fast nicht gequengelt (oder: geraunzt [wienerisch], oder ningeln [dresdnerisch]), auch wenn wir zwei stunden marschieren mussten, um an den anfang der schlucht zu kommen. aber es war so schön! alles grün, blühender lavendel, zistrosen, ganz viele kleine alpenveilchen, ach gaaaaanz viele blumen.... und eidechsen! und immer wieder der blick auf den fluss, der echt zum reinspringen und drin liegenbleiben aussah.

gebadet haben wir auch, als wir die schlucht endlich erreicht haben. da war dann wegen der hunderte meter hohen, steilen, engen wände keine sonne mehr.
aber das baden war echt gut und hat uns allen wieder ein bisschen leben eingeflößt - eisbaden kann auch nicht kälter sein! vorher waren wir alle ein bisschen angematscht.


ein eingeborener menschenfresser auf jagd. naja, das ist vielleicht übertrieben. eigentlich ist es nur ein ganz ordinärer bedriiescher!


danach zurückwandern, zurückfahren, schnell noch nudeln mit butter essen und schlafen.




gestern, dienstag, ein bisschen uni, ein bisschen poetto, ein bisschen durch die läden spazieren, abends 7 liter vino sfuso (ein bisschen viel) und pizza und dann bin ich noch ohne lisa und frank, mit max, susi, eva und michi ins movida, ein bisschen tieftanzen. mein armer körper tut jetzt weh, das war zuviel anstrengung in zu wenigen tagen.
nachher wandern wir mal wieder ein bisschen auf den poettoberg. aua.


achja, heute ist italienischer nationalfeiertag. befreiung von den deutschen faschisten...?

20.4.07

news

neueste news in staccato:

computer mal wieder repariert, aber der nächste absturz wird bald erwartet.


pia nach hause abtransportiert, weil sie am montag einen autounfall hatte und im krankenhaus war - seit gestern ist sie in österreich und heute kam schon die nachricht dass sie auf krücken rumspaziert. also pia, bald bist du wieder da, vermissen dich schon!


nici immernoch "über ostern" zuhause in england, mittlerweile seit fast einem monat; schliessen halbe wetten ab, ob sie überhaupt zurückkommt. trauern aber nicht.


simon zwingt mich italienisch mit ihm zu sprechen. wir schreiben vokabellisten, mit denen alles tapeziert wird. kann schon ein paar erfolge verzeichnen: unghia heisst fingernagel, anca heisst hüfte. hab ich auf dem klo gelernt. sauer heisst acido. für "wischen" gibt es kein italienisches wort. finde jedenfalls keins. werde bedroht wenn ich deutsch spreche.


acht seiten hausarbeit geschrieben. schaff wohl die nächsten 2 wochen wegen besuch nicht mehr, aber der anfang ist gemacht.


wetter lässt immernoch zu wünschen übrig, schweinerei. ab morgen solls besser werden.


morgen abfahrt ganz in den norden! zum ersten mal camping! dafür reichen die temperaturen schon. simon und ich fahren lisa und frank am flughafen abholen, die kommen morgen in olbia an, dann fahren wir noch weiter nach norden und machen drei tage die granitberge und weissen sandstrände unsicher.

9.4.07

ihr seht....

... ein volles wochenende liegt hinter uns! heute war ostermontag, den haben wir hier in cagliari am strand verlebt. laure ist heute morgen nach triest zurück, leider - aber ich fahr im september nach lyon, das ist beschlossen!

am strand grillen ging jetzt drei tage hintereinander, und so langsam stellt sich ein sommergefühl ein. ich kann mir schon gar nicht mehr vorstellen dass das mal nicht mehr geht! bin schon schön braun bzw grade etwas rotbraun. morgen sind auch noch ferien. danach - muss ich unbedingt meine blöde hausarbeit machen! scheisse!
ich überlege schon ob ich es einfach lassen soll. aber noch wehrt sich mein inneres ich gegen diesen gedanken.

andererseits..... ach.

Roadtrip - Tag 3

OSTERSONNTAG - ZOMBIESEE, PANORAMASTRASSE, BOSA UND NURAGHE

das frühstück am sonntag war wirklich nicht dazu geeignet die stimmung zu heben. wir hatten am abend vorher schon bezahlt und anscheinend deshalb unseren anspruch auf ernstzunehmende verpflegung verwirkt. nachdem eine halbe stunde immer tröpfchenweise kaffee und alle zehn minuten mal drei brötchen für uns gebracht wurden, wurde der sonst so liebe simon langsam richtig böse und liess die bulldogge das auch merken. es gab zwar dann am ende doch genug, aber eben nur wenn man um alles drei mal gebeten hat, und das war schon ein bisschen nervig. der agriturismo kriegt von uns also keine empfehlung.

den konnten wir ja dann aber zum glück hinter uns lassen. zuerst sind wir zum lago baratz gefahren, der ganz in der nähe vom agriturismo ist und der einzige natürliche see sardiniens. alle anderen sind künstliche stauseen! ein relativ kleiner see mit schilf und morast drumrum, sehr gut geeignet, um zombiefilme oder das ding aus dem sumpf nachzudrehen. aber sehr schön und sehr idyllisch mit ganz vielen vögeln und enten, libellen und schildkröten.



danach gings auf der panoramastrecke von alghero nach bosa - schöööööön! steilküste mit grünen hängen und ganz vielen gelben ginsterflecken drin, und unten blaues blaues meer und nichts weit und breit.




in bosa ging es erst mal wieder ein bisschen an den strand. sonnen, lesen, handstand üben, wilde hunde übers handtuch rennen lassen und touristenverarschungspreise für capuccino bezahlen.
shadi und simon sind später am strand geblieben und ich bin mit laure, claire und joanne in die stadt, bosa angucken.

ich war ja schonmal mit lisa und frank da, der geneigte blogleser wird sich also vielleicht erinnern - eine schöne bunte fischerdorfstadt an einem breiten fluss, mit castello obendrüber und artischockenfeldern im tal.
diesmal sind wir auch hoch zum castello gekraxelt und haben den blick schweifen lassen.




miss joy und miss ina pausieren




später haben wir dann die beiden wieder vom strand abgeholt. ich habe perfektestens in eine kleine parklücke links (!!) eingeparkt, in einem zug, haha! dann in 4 zügen wieder ausgeparkt, und das raumschiff setzte zur rückreise gen heimat an.

einmal allerdings haben wir noch gehalten, an einer nurgahe in der nähe von macomer. da waren lisa und frank und ich auch schonmal, sind aber nicht richtig zur nuraghe hin.




da kann man aber reinklettern, einen runden treppenaufgang hoch (stockdunkel!!) und oben aufs dach, um da zu hopsen!



das war echt cool. danach musste ich mir auch keine witze mehr über meine reiseleiterqualitäten anhören ;-)


dann gings endgültig zurück. noch schnell tanken - ich bin zum ersten mal in meinem leben von einem tankwart bedient worden, sowas hab ich ja noch nie gesehen!! - , und gegen neun uhr abends waren wir zuhause - ich für meinen teil gebräunt, erblondet, äußerst entspannt, vollgefressen, glücklich und verarmt.

Roadtrip - Tag 2

SAMSTAG - SCHÖNSTE HÖHLE, SCHÖNSTER STRAND, SCHÖNSTE SONNE, BESTE LAUNE

nachdem wir das frühstück überlebt hatten, im gegensatz zu unseren ferkelfreunden, die auf einem tisch geschrubbt wurden, um zum osteressen bereit zu sein, gings wieder los zum capo caccia, um da die höhle des neptun zu erklimmen. und zwar über fast 700 treppenstufen, die man an der steilküste heruntergehen muss - und später wieder hoch!

die höhle fand ich ein bisschen enttäuschend, das war wirklich ein touristendurchschleusungsding, arschteuer und irgendwie, hm. die andere höhle, die wir hier schon mal besucht haben hat mich mehr beeindruckt. aber die aussicht auf der treppe auf ein knallblaues und ruhiges meer und strahlenden sonnenschein war toll.



danach gings nordwärts zur spiaggia della pellosa, dem haarigen strand, und damit fing der wetter- und stimmungstechnische strandteil des wochenendes an.




wenn das mal nicht karibikcharakter hat! ich will hier nicht alles mit neiderweckenden fotos zuspammen, aber es gibt dann bald noch mehr auf photobucket. wunderschöne farben, es ging hunderte meter ganz flach rein, dazu die anderen inseln in sichtweite und so schöne sonne!

handstand am strand ist ja meine neue lieblingssportart, und irgendwann fingen wir an ganz viele hops-, fight-, pyramiden- und sontigen gruppenfotos zu machen.




nachdem wir genug gehopst, geplanscht, gesonnenbadet, emanzipationsfragen diskutiert und kekse mit orangen gegessen hatten, gings zum picknick an die hafenmauer in stintino, einem kleinen fischerdorf, und danach noch auf einen kurzen abstecher nach argentiera, einer stillgelegten silbermine an der westküste mit ghosttown-charakter.




sonnengewärmt und entspannt gings dann wieder zurück zum agriturismo. wir hatten schon den ganzen tag witze gemacht, ob es heute wohl wieder genau dasselbe zu essen geben würde, da ja ein paar ferkel geschlachtet worden waren, und hätten uns auch nicht gewundert. es gab dann aber hühnchen und mirtho ohne zu fragen, und weil wir am tag vorher einen nachtisch vermisst hatten haben wir uns unser eigenes kinder bueno zum kaffe mitgebracht.


simon nimmt was er kriegen kann, nech!



und am ende hätte uns auch eigentlich niemand rausschmeißen müssen, weil wir alle sowieso müde und kaputt waren. die dame des hauses kam dann aber doch noch raus und sagte sehr bestimmt: "siete tutte stanche!" "ihr seid alle müde!", und wir gehorchten dem halben befehl und gingen schlafen.

Roadtrip - Tag 1

FREITAG - AGRITURISMO & ALGHERO

freitag morgen haben wir uns mit rucksäcken, wasserflaschen und plastiktüten bepackt und sind so zur iperpan-tiefgarage gepilgert, um unser auto abzuholen. erste beobachtung des tages: wir sehen aus wie echte touristen, die es zur zeit haufenweise gibt! erzeugt leichte autoekelgefühle, weil touristen doof sind und wir ja irgendwie anders hier, uns also abzugrenzen wünschen.
zweite beobachtung des tages: das auto ist in wahrheit ein raumschiff, getarnt als opel zafira. ein traum zu fahren, 6 gänge und erst 20000 runter. die abgespacte handbremse verrät aber dass es eh kein auto ist! ich musste nochmal aussteigen und den autovermietungsmann bitten mir das zu erklären; aber dann sind wir gestartet: joanne aka miss joy, claire, simon aka pastore, shadi, laure und ich.




erstmal straight zu unserem agriturismo in der nähe von alghero, im nordwesten von sardinien.



angekommen, zimmer geentert, schweinefreundschaft geschlossen und dann gleich wieder losgestartet.




zum capo caccia, der spitze einer felszunge. das wetter war am freitag nicht so toll iund pünktlich jetzt fing es ordentlich an zu regnen. wir sind also nur 5 minuten geblieben und dann an der küste nach alghero gefahren, um uns da die stadt anzugucken; eine mittelalterlich-spanische altstadt mit engen winkligen gassen. wir sind ein bisschen durch den regen gestreunt, haben kaffee getrunken und sind dann recht schnell wieder zurück, um uns noch eine stunde vor dem großen fressen auszuruhen, das wir dann für abends erwartet haben.


der agriturismo war leider nicht so richtig das, was wir uns erwartet haben. agriturismo heist quasi urlaub auf dem bauernhof. nicht unbedingt so wie wir das kennen, mit einem stall voller kühe und scheunen voll stroh; eher auf gemüseproduktion und käse und ein paar tiere ausgelegt. dort kann man dann übernachtung und essen buchen und sich mit hausgemachtem typischen essen aus selber produzierten lebensmitteln verköstigen lassen. das essen war auch gut, die bewirtung aber irgendwie so als befänden wir uns auf feindesland. eine bulldoggenähnliche sardische mamma hat uns bewirtet und schon als wir zum ersten mal nach mehr wein gefragt haben kam es uns so vor als sei das eine unglaubliche dreistigkeit von uns gewesen. später wagten wir es nach mirtho zu fragen (haben wir dann auch bekommen), am ende wollten die uns so offensichtlich loswerden dass es fast schon frech war. sie kam einfach und hat unsere gläser abgeräumt. ich hab grade aus meinem getrunken, da hat sie so lange neben mir gestanden bis ich es ihr dann (nicht leer) gegeben habe.

so waren wir einigermaßen enttäuscht, auch wenn das essen gut war - es gab übrigens als zweiten gang mal wieder porcheddu, das sardische spanferkel. wir haben vorher draussen schon freundschaft mit 3 kleinen ferkelchen gemacht, und dieses war ein geschwister; so ein urlaub auf dem bauerhof bringt einem doch auch ein bisschen näher was man da eigentlich so isst!

nach ein paar gruseligen fragen ("was würdest du denn machen wenn du in der nacht aufwachst und alle im zimmer sind tot!?" - "weiss ich nicht. -- was würdest du machen wenn du aufwachst und jemand hat deine füße abgesägt und neben das bett gestellt?") schliefen wir dann brav und waren gespannt aufs frühstück und aufs wetter am nächsten tag.

4.4.07

warten auf sonne

vor lauter ausflügen, spaziergängen, seltsamen parties und sportlichsein, dazwischen noch ab und zu NICHT uni schwänzen, komme ich gar nicht dazu mein internet zu vermissen, zum glück.

seit freitag nachmittag ist laure da, die französin, die ich aus siena kenne und die in triest erasmus macht. juhuuuu! übers wochenende hat sie bei mir gewohnt, jetzt wohnt sie aber bei joanna, einer polin, die sie aus triest kennt.
freitag abend sind wir zu einer 70s-party gegangen, heissa, das war schön. und lustig. und es gab viiiiel zu trinken. ich sag nix weiter, nur hier ein kleiner eindruck.


samstag war relativ ruhig, aber das musste auch sein.

am sonntag gings dann los mit fussballspielen am strand - 3 jungs, 7 mädels, ich glaube es muss furchtbar gewesen sein. war aber so witzig, das machen wir bestimmt nochmal! ich habe mich zwar eifrig bemüht und mich dabei fast selber verletzt und auch verletzen lassen, aber ich war totzdem 2 mal in der verlierermannschaft...

danach sind wir auf den monte sant elia rauf, dieses bergchen am strand, wo ich letzte woche schon mit hannes und tini war. da ist es so schön. hach. da war das wetter auch noch ganz gut, ich bin schon ganz braun, hihi!

und am montag sind joanna und laure und ich nach chia gefahren, ganz im süden. viel wind und ungefähr 150 surfer oder noch mehr waren auch anwesend. ich glaube die hatten da irgendein treffen an dem tag, das war irre wie viele das waren. sonst aber niemand und weil man da ja auch ne weile laufen kann waren wir doch die meiste zeit für uns alleine. wetter war zwar nicht wirklich strandmäßig, aber geregnet hat es nicht so und richtig viel wind ist ja auch manchmal toll. wir waren jedenfalls fünf stunden da, haben in den dünen gepicknickt, am strand geschlafen und sind mal wieder auf irgendwelchen felsen rumgeklettert.

und abends gabs zur belohnung crêpes, mmmh!






das bild lässt vielleicht erahnen, wie frühlinglich es hier eigentlich sein müsste...

gestern wollten wir eigentlich zum monte sette fratelli und ein bisschen im gebüsch wandeln. es hat aber so geregnet dass wir morgens um halb sieben beschlossen haben es doch nicht zu tun und stattdessen auszuschlafen. so konnte ich dann auch mal zur uni gehen.

abends bin ich mit joanne gejoggt, was immer leichter wird, und danach gabs pizza und vino sfuso und dann piazza del carmine - abhängen mit den anderen erasmuslern - und danach erasmusparty im movida mit notgeilen italienern bis drei uhr heute morgen.

um neun bin ich tapfer wieder zur uni gegangen und ja, jetzt hab ich mal zeit euch zu erzählen was so los ist. :)

das wetter ist heute auch scheisse, ich versteh gar nicht was los ist. es regnet aus eimern und ist kalt und ungemütlich. eigentlich war für morgen villasimius angesagt, aber mal sehen - wind und wolken geht ja noch, aber im regen am strand rumhängen ist nur schön, wenn man handtuch, dusche und heisse schokolade in reichweite hat. was soll das??

am freitag gehts über ostern nach alghero, das ist im nordwesten von sardinien. wir sind zu sechst und quartieren uns zwei nächte in einem agriturismo ein - das heisst sardisches essen bis zur fressnarkose an beiden abenden und dazu wein ad libitum! das wird schön. und das wetter wird sich wohl noch anpassen.