ein fahrrad-abenteuer
wenn man hier auf sardinien und noch mehr hier in cagliari auf die idee kommt, ein fahrrad zu leihen und dann eine fahrradtour zu machen, sollte man sich das vorher gut überlegen und sehr von seiner idee überzeugt sein. ansonsten gibt es viele menschen, die versuchen, es einem wieder auszureden.
das fängt an bei der netten dame im touristeninformationshäuschen. als verena da war haben wir schon mal nach fahrrädern gefragt, da war es aber wirklich nur eine spontane idee und wurde sofort mit einem freundlichen lächeln, aber bestimmter stimme weggewischt: fahrrad fahren kann sie uns ja gar nicht empfehlen, das ist viel zu gefährlich hier, wirklich. wegen dem verkehr.
mit mama dann ein erneuter versuch, diesmal besser vorbereitet - wir hatten uns schon überlegt wo wir hinwollen und ausgekundschaftet ob man das fahrrad auch im bus bis zum ausgangspunkt mitnehmen kann. geht, also die dame erneut gefragt wo es mountainbikes auszuleihen gibt, warnung überhört und eine einzige adresse für mountainbikes in cagliari bekommen.
das war aber zu kompliziert und so haben wir bei unserem stamm-autoverleih zwei ok-ene citybikes gemietet, die so aussahen als schaffen sie auch mal einen schotterweg.
als nächstes gilt es sämtliche verwundert und belustigt starrenden passanten zu ignorieren, auf den straßen (es gibt hier echt keine fahrradfahrer in der stadt) und besonders im busbahnhof. da braucht man schon nerven, um die blicke auszuhalten, die eindeutig sagen „guck dir mal diese deppen mit den fahrrädern an!“
fragt einer, wo es hingehen soll, wird der blick noch mitleidiger und jeder sagt, das geht nicht, da kann man doch nicht fahrradfahren.
hingehen sollte es in das naturreservat „sette fratelli“ in der nähe von cagliari, ein bisschen bergig (1000 meter), wo adler, mufflons und der sardische hirsch wohnen und man laut internet-mountainbiketouren-beschreibung eine einfache strecke findet.
hätte man auch.
die wär aber nach zwei stunden vorbei gewesen, das war uns zu kurz. und so haben wir die warnungen des hirschmuseumsmitarbeiters, der uns eine karte ausgehändigt und die routen erklärt hat, überhört und sind ganz alleine los auf eine monsterrundtour.
die meiste zeit zu fuß.
zuerst war es nämlich zu steil. das hatte uns der mann auch gesagt, aber dort ging es zum warm empfohlenen belvedere-platz und wir dachten, gut, aussicht bis zum meer, toll, zurück können wir ja runterrollen.
endlich beim belvedere in knapp 1000 meter höhe angekommen (berghoch laufen mit fahrrad ist wirklich etwas schwerer als ohne) genossen wir dann erstmal den wirklich berauschenden ausblick.

vorher hatte wirklich die sonne geschienen. aber das war nicht so schlimm, wir hatten nämlich unterwegs pilzsucher getroffen, die eine gute beute hatten, und pilze sind für mama ja wie baldrian für katzen. für einen pilz legt sie überall eine vollbremsung hin, und so robbte sie erstmal eine weile glücklich durchs unterholz, um unser abendessen zu jagen.
dann war es uns zu blöd den gleichen weg zurück zu fahren und es war auch noch so früh, und wir entschieden uns trotz warnung (schwerer weg, zu weit, man verirrt sich leicht) einen anderen weg zu nehmen und einen längeren rundweg zu machen. wir waren ja jetzt gewohnt das man uns für bekloppt hält, also glaubt man warnungen nicht mehr so leicht.
das ging auch erst ganz gut, aber nach einer weile mussten wir auch bergab schieben, weil der weg so schlecht war, das man nicht fahren konnte ohne sich größerer gefahr auszusetzen. dann gab es eine zeit der verwirrung, weil die karte nicht mehr so verlief wie der weg, und ich dachte schon wir verlaufen uns gnadenlos. es regnete mittlerweile auch und war sehr gemütlich.
irgendwann, nachdem wir schon wieder eine ganz zeit berghoch schieben mussten, kamen wir dann an einen größeren platz und haben pilzsammler gefragt, ob wir jetzt da waren wo wir dachten, und das stimmte dann auch. ab da konnte man dann auch mal fahrrad fahren, das war ganz schön - das war der uns empfohlene weg.
nach 20 minuten etwa kamen wir auch wieder auf eine asphaltstraße, welch ein luxus - und es ging nur noch bergab.
zum glück haben wir nur ein paar leute getroffen unterwegs. ich kam mir mittlerweile doch wirklich ein bisschen blöd vor, mit einem fahrrad in die berge zu fahren, um es dann stundenlang hoch und runter zu schieben. aber am ende haben wir es ja dann zum glück doch noch benutzt.
der rundweg war auch bestimmt mehr als 25 kilometer lang und die hirschmuseumsmitarbeiter haben ganz schön gestaunt, als wir ihnen gezeigt haben wo wir lang sind. zu fuß wären wir bestimmt nicht die halbe strecke gegangen, und so war es trotz allem ein schöner und abenteuriger ausflug.
und außerdem gabs zum abendessen rucola-pfifferlings-lasagne (hallo eric! ich habe das rezept extra mit hergebracht...), und morgen gibt es lecker fleisch mit steinpilzsoße und reis, und nachdem meine mama weg ist kommen einen tag später lisa und frank und die sind ja auch so wander- und pilzfreunde. vielleicht fahren wir ja nochmal hin und gehen den weg ab, den wir heute verschmäht haben. zu fuß dann.
das fängt an bei der netten dame im touristeninformationshäuschen. als verena da war haben wir schon mal nach fahrrädern gefragt, da war es aber wirklich nur eine spontane idee und wurde sofort mit einem freundlichen lächeln, aber bestimmter stimme weggewischt: fahrrad fahren kann sie uns ja gar nicht empfehlen, das ist viel zu gefährlich hier, wirklich. wegen dem verkehr.
mit mama dann ein erneuter versuch, diesmal besser vorbereitet - wir hatten uns schon überlegt wo wir hinwollen und ausgekundschaftet ob man das fahrrad auch im bus bis zum ausgangspunkt mitnehmen kann. geht, also die dame erneut gefragt wo es mountainbikes auszuleihen gibt, warnung überhört und eine einzige adresse für mountainbikes in cagliari bekommen.
das war aber zu kompliziert und so haben wir bei unserem stamm-autoverleih zwei ok-ene citybikes gemietet, die so aussahen als schaffen sie auch mal einen schotterweg.
als nächstes gilt es sämtliche verwundert und belustigt starrenden passanten zu ignorieren, auf den straßen (es gibt hier echt keine fahrradfahrer in der stadt) und besonders im busbahnhof. da braucht man schon nerven, um die blicke auszuhalten, die eindeutig sagen „guck dir mal diese deppen mit den fahrrädern an!“
fragt einer, wo es hingehen soll, wird der blick noch mitleidiger und jeder sagt, das geht nicht, da kann man doch nicht fahrradfahren.
hingehen sollte es in das naturreservat „sette fratelli“ in der nähe von cagliari, ein bisschen bergig (1000 meter), wo adler, mufflons und der sardische hirsch wohnen und man laut internet-mountainbiketouren-beschreibung eine einfache strecke findet.
hätte man auch.
die wär aber nach zwei stunden vorbei gewesen, das war uns zu kurz. und so haben wir die warnungen des hirschmuseumsmitarbeiters, der uns eine karte ausgehändigt und die routen erklärt hat, überhört und sind ganz alleine los auf eine monsterrundtour.
die meiste zeit zu fuß.
zuerst war es nämlich zu steil. das hatte uns der mann auch gesagt, aber dort ging es zum warm empfohlenen belvedere-platz und wir dachten, gut, aussicht bis zum meer, toll, zurück können wir ja runterrollen.
endlich beim belvedere in knapp 1000 meter höhe angekommen (berghoch laufen mit fahrrad ist wirklich etwas schwerer als ohne) genossen wir dann erstmal den wirklich berauschenden ausblick.

vorher hatte wirklich die sonne geschienen. aber das war nicht so schlimm, wir hatten nämlich unterwegs pilzsucher getroffen, die eine gute beute hatten, und pilze sind für mama ja wie baldrian für katzen. für einen pilz legt sie überall eine vollbremsung hin, und so robbte sie erstmal eine weile glücklich durchs unterholz, um unser abendessen zu jagen.
dann war es uns zu blöd den gleichen weg zurück zu fahren und es war auch noch so früh, und wir entschieden uns trotz warnung (schwerer weg, zu weit, man verirrt sich leicht) einen anderen weg zu nehmen und einen längeren rundweg zu machen. wir waren ja jetzt gewohnt das man uns für bekloppt hält, also glaubt man warnungen nicht mehr so leicht.
das ging auch erst ganz gut, aber nach einer weile mussten wir auch bergab schieben, weil der weg so schlecht war, das man nicht fahren konnte ohne sich größerer gefahr auszusetzen. dann gab es eine zeit der verwirrung, weil die karte nicht mehr so verlief wie der weg, und ich dachte schon wir verlaufen uns gnadenlos. es regnete mittlerweile auch und war sehr gemütlich.
irgendwann, nachdem wir schon wieder eine ganz zeit berghoch schieben mussten, kamen wir dann an einen größeren platz und haben pilzsammler gefragt, ob wir jetzt da waren wo wir dachten, und das stimmte dann auch. ab da konnte man dann auch mal fahrrad fahren, das war ganz schön - das war der uns empfohlene weg.
nach 20 minuten etwa kamen wir auch wieder auf eine asphaltstraße, welch ein luxus - und es ging nur noch bergab.
zum glück haben wir nur ein paar leute getroffen unterwegs. ich kam mir mittlerweile doch wirklich ein bisschen blöd vor, mit einem fahrrad in die berge zu fahren, um es dann stundenlang hoch und runter zu schieben. aber am ende haben wir es ja dann zum glück doch noch benutzt.
der rundweg war auch bestimmt mehr als 25 kilometer lang und die hirschmuseumsmitarbeiter haben ganz schön gestaunt, als wir ihnen gezeigt haben wo wir lang sind. zu fuß wären wir bestimmt nicht die halbe strecke gegangen, und so war es trotz allem ein schöner und abenteuriger ausflug.
und außerdem gabs zum abendessen rucola-pfifferlings-lasagne (hallo eric! ich habe das rezept extra mit hergebracht...), und morgen gibt es lecker fleisch mit steinpilzsoße und reis, und nachdem meine mama weg ist kommen einen tag später lisa und frank und die sind ja auch so wander- und pilzfreunde. vielleicht fahren wir ja nochmal hin und gehen den weg ab, den wir heute verschmäht haben. zu fuß dann.


























